Michelangelo als Bildhauer und Architekt
Dauer: 3 Std

Michelangelos Tätigkeit als Maler lässt sich nur mit einem einzigen Werk verbinden, mit dem der Künstler jedoch gleichzeitig zu Weltruhm fand: den Fresken in der Sixtinischen Kapelle, denen wir uns aber an gesonderter Stelle widmen. Michelangelo war in erster Linie Bildhauer und Architekt. Unser Rundgang wird uns zu den Meisterwerken des florentinischen Künstlers führen, der 1505 von Julius II. nach Rom berufen wurde. Der Papst hatte viel vor mit dem Künstler: zunächst die Realisierung seines eigenen Grabmals, das aufgrund verschiedener Schwierigkeiten Zeit seines Lebens unvollendet blieb und dann die Ausmalung der Decke in der Sixtinischen Kapelle, ein Projekt, das sichals besonders heikel erwies, da Michelangelo zu diesem Zeitpunkt noch nicht mit der Maltechnik vertraut war. Später, im Alter von bereits 61 Jahren begann Michelangelo unter Papst Paul III. mit dem großartigen Wandfresko in der Sixtinischen Kapelle, das das Jüngsten Gericht darstellt. Der gleiche Papst beauftragte ihn auch mit der Rekonstruktion des Kapitolsplatzes, ein Projekt, das zum triumphalen Einzug Kaiser Karls V. in Rom im Jahr 1536 beendet sein sollte. Unsere Aufmerksamkeit soll sich dann zwei Spätwerken Michelangelos zuwenden: seinen Plänen für den monumentalen Palazzo Farnese sowie den genialen architektonischen Umbauten der Diokletiansthermen (S. Maria degli Angeli). Michelangelos Werken ist eines gemeinsam: seien es die Figuren für das Juliusgrabmal, die Sybillen auf der Decke der Sixtinische Kapelle oder die von ihm entworfenen Plätze, Kirchen und Paläste – alle zeugen von Monumentalität, für die der Künstler sich an zahlreichen Beispielen der römischen Antike inspirierte.

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