Der Untergang des Kolosseums

Noch heute kann man in einer Innenmauer des Kolosseums den in die Wand eingeritzten Namen von „H. Robert“ und das Datum „1762“ lesen.
Hubert Robert war ein französischer Maler, der wie viele andere Künstler Mitte des 18. Jahrhunderts nach Rom kam, um die Altertümer zu studieren. 1754 wurde er Mitglied der französischen Künstlerakademie, wo er mit bedeutenden Künstlern in Kontakt kam.
Wie hat Robert das Kolosseum damals gesehen? Das zeigen und heute noch seine Veduten, die inspiriert von den berühmten Gemälden Giovanni Paolo Panninis eine verlassene Bauruine zeigen.
Dass das Kolosseum damals wohl kein einladender Ort war, erfahren wir auch von Goethe , der etwa 20 Jahre später in Rom war und mit Entsetzen schrieb:“Als ich aber den erhabenen Resten des Coliseums mich näherte und in dessen verschlossenes Innere durchs Gitter hineinsah, darf ich nicht leugnen dass mich ein Schauer überfiel und meine Rueckkehr beschleunigte.“
Der Verfall des Kolosseums setzte mit dem Einfall der Goten Anfang des 6. Jahrhunderts ein. Von diesem Moment an endeten definitiv die Spiele im Kolosseum; viele Einwohner verließen aus Angst die Stadt, es gab durch die Zerstörung der Aquädukte kein trinkbares Wasser mehr in Rom. Ende des 6. Jahrhunderts zählte Rom nur noch 150000 Einwohner ( im 4. Jahrhundert waren es noch 1 Million).
Auch wenn das Kolosseum im 13. Jahrhundert teilweise als Festungsanlage der Francipane Familie benutzt wurde und man im 16. Jahrhundert kleine Kapelle einbaute , blieb das Flavische Amphitheater in erster Linie seinem Verfall überlassen.
Erst um 1800, als man auch unter der „Kuhwiese“ des Forum Romanums das Antike Zentrum der Kaiserzeit langsam zum Vorschein brachte, begann man auch damit, die Geschichte des Kolosseums wieder aufzuwerten.
Bei unserer Führung durch das Kolosseum und das Forum Romanum rekonstruieren wir für Sie die aufregende Geschichte des Niedergangs und der Ausgrabungsarbeiten dieser Antike Stätten.

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